Wir liegen nebeneinander.
Ich horche auf deinen Atem und
nehme jede deiner Bewegungen wahr,
die die Ruhe kurz zum Erbeben bringt.
Wir sind miteinander verbunden
und ich spüre über die Haut
die Wärme deines Körpers.
Ich schließe meine Augen.
Ich liege reglos neben dir,
wage nicht, mich zu rühren.
Ich befürchte,
die Verbindung zu dir zu verlieren.
Und doch halte ich die Starre nicht mehr.
Ich wende mich zu dir und nun
berühren sich unsere Hände.
Gern würde ich nach deiner greifen,
die schwer neben dir liegt.
Doch ich betrachte sie nur
und erkenne ihren Umriss im Dunkeln.
Ich stelle mir vor, wie sie aussieht.
Ich kenne deine Hand beinah wie meine eigene.
Neben mir spüre ich die
leichte Regung deines Körpers.
Du legst deine Hand auf meine,
als hättest du meine Gedanken im Dunkeln gelesen.