...2 schritte vor und einen zurück
Verzweiflung, resignation, angst-
14 tage her.
Warum muß gerade ich frauen lieben?
Warum tut es so weh?
Warum kann ich nicht normal sein?
Warum will ich es nicht akzeptieren?
Liebe, mut, geborgenheit-
2 tage her.
Wie kannst du mich meine ängste vergessen lassen?
Was tust du mit mir?
Warum kommst du erst jetzt?
Ich habe dich hinter meine mauer-meine fassade-blicken lassen.
Wir redeten-
Über mich,
über dich,
schließlich über uns.
Dann durftest du sogar hinter die mauer treten.
Im schutze der mauer konnte ich zu meinen gefühlen stehen.
Du hast mir in einer nacht die geborgenheit gegeben,
die mir keine andere beziehung gab.
Nicht in all den jahren.
Plötzlich wollte ich keine gefühle mehr einsperren,
verdrängen,
nicht wahrhaben.
Ich habe das gesagt,was ich sagen wollte.
Das getan,was ich tun wollte.
Das gefühlt,was ich fühlen wollte.
Als ich mich dir hingab,war es mir egal,dass du eine frau bist.
Nein,ich war froh,dass du eine frau bist.
Jahrelange ängste wie weggewischt.
Aber noch sind da andere ängste:
Was wird meine familie sagen?
Was werden freunde sagen?
Mache ich alles richtig?
Aber wir werden gemeinsam für diese liebe kämpfen.
Zumindest ist der kampf in mir beendet.
Herz und verstand kämpfen nicht mehr gegeneinander.
Beide ergänzen sich nun,
beide akzeptieren die liebe zu frauen.
Ich hoffe,dass irgendwann auch alle anderen hinter die mauer blicken dürfen.
Sie sollen wissen,
wie ich lebe,
wen ich liebe.
Aber etwas geduld musst du noch haben.
Wenn du mich ganz doll festhältst,
werden wir es gemeinsam schaffen!