Danae du Ode an die Welt

ich fliehe den regenbogen
ein raum der dreht sich leis
ich schwebe
ich zelebriere gedanken
weichestes weich so schenkel verletzt
und reibt sich
hauch schreckt auf hauch
finger wie vorsichtiges nachtinsekt
verflattern verloren auf haut
ich lebe
o äußerste zartheit von wind
der ersäuften nabel netzt
speichel schäumt danae
göttin einer höhle
göttin einer hölle
spucke o spucke
verschleime an mir
ich lebe

ich fliehe den regenbogen entlang
augen geschlossen ich träume
ich fliege ich kreise den raum
duft erbricht fünfblättrige gedanken
der raum er musiziert
in-a-gadda-da-vida
so leise verleist an wänden
verlorene nacht von nächten
ich lebe
fläche von hand auf warzen verzittert
atom explodiert
blitz an meiner brust verblitzt sich
wirft millisekunde von schatten auf fleisch
fleisch fleisch o fleisch
zelebriert den wahn
elektrisierenden wahn der liebe
ich lebe
hände gefesselt wehrlos
und weichestes weich
verletzt am schenkel
es reibt sich
und sie schlürft und schlürft
den nabel leer
kitzel o kitzel
mitten hinein in den bauch
ich sterbe

ich fliehe den regenbogen entlang
so buntem geflecht der farben
die welt verbrennt alles egal
mein ich verschwimmt im blau
verliert sich im lila rosa rot
ertrinkt im gelb der erd so nah
ich verstöhne
während sie wie 1000 flöten spielt
das lied der töne
und saugt und saugt und schnurrt und schnurrt
und vergurrt vibrieren
spuckt wahnsinn in den puls des lebens
ich sterbe
danae göttin meiner hölle
erwürge ihn auf dass er ewig lebe
denn ich sterbe
den tod der haut in poren
haut o haut lass mich mich verlieren
in nur du dir dich
und deinem weichen weich
ich sterbe

in-a-gadda-da-vida
du verlorene nacht von nächten
in-a-gadda-da-vida
auf schwarzer haut
so unverstanden so verborgen
ich zelebriere vergangenheit
gedanken erbrechen
so wild so wirr
sie kommen und gehen
ich lebe versinke an haut
weichestes weich einer haut
vernetzt ein knie
küsse so zart
an schenkelwild zerbrechen
ich sterbe den tod der haut
weichestes weich wird hart
härter immer härter
ein hügel verglüht die scham
verkniet im stoß des lebens
hoden versaugen
der lippen tobendem schmatz
ich sterbe
ans bett gekettet
und dünner und dünner
verliert sich der duft in der luft
zartheit vom flug von liebesfingern
streicht leis die kühle über haut
o haut von einer haut
die in gänsehaut den schweiß geliert
ich sterbe

schnapp schnapp
so ploppt ein plopp
so raue zunge raut den kopf
ich sterbe o ich sterbe
es röhrt so tief das tief
ich sterbe
winde mich in fesseln hin und her
o göttin meiner hölle
verbrenne an mir
lass netzen dein feuchtestes feucht
den schenkel heiß entlang
will fliehen den regenbogen
und vergessen heute und morgen
egal die welt soll ruhig verbrennen
alles egal wenn nur
so haut an haut so fleisch an fleisch
immer und immer wieder
neues leben zeugt
dann will ich sterben
und mit dir verbrennen danae
verbrennen verbrennen
nur noch an dir verbrennen
ich sterbe das leben
während so harte hand
ermordet wurzelschaft so eiseskalt
ich sterbe
ich schrille ich winde
ich werfe ich brülle
ich komme den tod
in der göttin der höhle
saft der spritzt in tiefstes tief
aus 1000 + 1er kehle
die saugt und saugt
ein tiefstes schlürf noch
und ich versterbe

der regenbogen verflieht die sinne
ficken den letzten fick
immer und immer wieder
jeder fick der letzte
will sterben über neben hinter
unter an haut
und am fleisch o weichestes weich
das im druck von brüsten sich verkniet
reibe dich baby o reibe dich
schwapp deine dinger über mich
sei mein baby so klein und rein
und verrinne einer großen zeh
verrinne ja verrinne
will sterben ich sterbe
verwinselt ein laut
sprossen sie knirschen
fesseln sie zerren
weh schnürt tief ins gelenk
au weh o ich sterbe
so schwall bricht lava
den ballen die sohle hinab
verkühlt an ertränkt die ferse
ich sterbe

ich sterbe den regenbogen entlang
vernetze die enden an enden
erschlaffe den tod des soldaten der liebe
zelebriere haut und zunge
die leckt am wahnsinnsrand
eine leiste verzuckt ins nichts
ich weine
ich weine o tod der welt ich weine
soll sie doch wieder vertieren
was wär schon so neu daran
will leben will sterben
und weinen den tod der welt
ich weine
bin mitten vertiert im unteren leib
der verpulst an so warmen lippen
ich sterbe egal ich sterbe
will lieben nur lieben
verzittern verstöhnen verlispeln
schreien um hilfe
vergehen verrinnen verfließen
ich verfühle und ein knochen der hüfte
verzahnt im schmerz o luder
du luder ich schreie
mein schrei verzerrt im knirsch
o gott so sei´s denn
ich sterbe
ich sterbe ich sterbe und sterbe
anfang ist ende leben
du soldat der liebe
sollst sterben
will sterben den regenbogen entlang
der liebe vernetzen die welt
lasst uns ertrinken im saft der liebe
der zaghaft so ganz verloren
unsere welt zusammen hält
ich zelebriere gedanken
verschweife im nichts
verwirrung verwirrung verirrung
o du soldat der liebe
lass mich alles tun
mich verwerflich vergehen
so haut an haut so fleisch an fleisch
im schweiß ertrinken
versinken am zungenschlag
so schnell so hart so steif
sie riss ihn mit zähnen gefletscht
zurück ins leben
o göttin meiner hölle
küss dich höher höher viel viel höher
erschlag mich mit dem salz
deiner triefenden brüste
lass tropfen den schweiß
lass spritzen den schweiß der liebe
mitten hinein ins leben

ich fliehe wieder den regenbogen
lecke die spitzen das salz
die die sonst nie schwitzt schwitzt
die die sonst viel spritzt spritzt
ertrunken die zehe
ich krümme das bein
drücke mir ins gesicht eine brust
hände noch immer gefesselt
ich sterbe
versterbe im weichesten weich
und presse die zehe in lippen
ganz tief in lippen so weich
und so feuchter als feucht
will ertrinken und
mich im fluss der minuten versehnen
und sterben
den tod des soldaten der liebe
für eine verschissene welt
in der hassbomben viel
viel leichter schon fallen
als bomben der liebe
ja egal so egal
nein nicht egal gar nicht egal
will werfen die bomben der liebe
versplittern das eisen von hass
verschmettern den stahl der wut
verbrechen der seele das leid
vernähren das brot den hunger
verkleiden die fetzen am leib
wie küsse die narren
den traum so schwer in der stirn
wie schmetterlingsflügel verflattern
berührungen eines hauchs von brust
auf zitterbrust
will leben
und fliehen den regenbogen entlang die liebe

ich lebe öffne die augen
und lebe gedanken vom leben
ich sterbe hin unter und auf
neben und hinter danae
danae du göttin der höhle
danae du göttin der hölle
lass fallen dein weichestes weich
lass fallen deine bomben der liebe
mir mitten hinein ins gesicht
und verbrennen die welt vom hass
ich küsse ich beiße
verletze das weich
ich verlecke am salz der liebe
verküsse die welt
mitten hinein in meinen regenbogen
der liebe
lasst uns verküssen die welt
sterben den tod
will sterben den tod der liebe
während hassbomben rosten die köpfe
sich verlieren in katakomben von gestern
will sterben
und verfliehen am regenbogen entlang ins nichts
verküssen die welt von welt zu welt
und versinken im ewigen frieden

ich fliehe den regenbogen der liebe
ich fliehe den hass der welt
ich fliehe die wut der gehirne
versinke im fleisch
ertrinke in haut
verzahne im weichesten weich
ich sterbe
zerfleische bomben der liebe
während gierhände vernestelt an fesseln
eine welt befreit
sie schreit
halt mich geliebter o halt mich
press mich du prinz o press mich
beiß mich o adam o beiß mich
verletz mich mich eva o herr der welt
will sterben danae den tod der welt
lass meine liebe sein
die brutalste kraft auf erden
so brutal wie nur brutalität sein kann
von soldaten der liebe
will verwüten die raketen
will verkreissen der hassbomben hort
will vernarren die inwutgedanken
will verirren der rache schwur
so aug um aug so zahn um zahn
verküssen vernetzen in liebe verletzen
diese welt

und ich fliehe den regenbogen
verbrutalisiere im druck von arm zu arm
ich halte ich presse ich beiße
verzahn mich im weichesten weich
ich zerfleische die bomben der liebe
vernarre den hass der welt
in liebe
und fliehe fliehe ich fliehe
den regenbogen in nur noch liebe
ich sterbe
ich lebe
ich liebe
und ficke und ficke und ficke
die brutalste liebe in die welt
und es kam das dunkel der nacht
und mit ihr kam der friede
...... und es kam das Dunkel der Nacht,
die Kerzen verenden
und es kam der Friede.
Danae schlief auf meiner Schulter ein
und ich atmete tief den Duft von so sauber,
süßlich erkaltendem Schweiß.
Ich sog den ersten herbstlichen Moderduft
der schon so kühlen Luft
der vom offenen Fenster herein fließenden Nacht
tief ein in meine Lungen.
Eine Weile streichelte ich noch sachte der Hüften
schlafende Sehnsucht.
So zart, so weich. O
ich ertrank noch eine Zeit lang in Liebe.
Vergaß diese Welt.
Ein Traum kam so zart, so weich,
so unaufhaltsam langsam.
Noch viel, viel zarter als Leben.
Stunden der feuchtesten Liebe,
ein Kopf gebettet auf Schulter,
so zart, so leicht, so weich.
Ich ertrank eine Nacht in Liebe. Nach Stunden kam auf der Lärm der Frühe.





von Lothar Krist so zart, so leicht, so weich.
Ich ertrank eine Nacht in Liebe. Nach Stunden kam auf der Lärm der Frühe.




von Lothar Krist