Mann/Frau
die klinge, meines messers,
an deiner kehle,
so stehen wir im regen,
das wasser rinnt,
an unseren kahlgeschorenen
köpfen hinab,
so fühlst denn du,
das feine ziehen,
die wärme,
die meine bewegung erzeugt,
doch nicht die bewegung
ist es die wärmt,
nein es ist das warme rot,
das deinen hals,
sich mit dem wasser vermischend,
hinab rinnt,
deine augen weit offen,
nicht realisiert,
doch wissend,
und wohl gefallen findent
an der tat, dem gefühl,
der wärme,
es ist kein schmerz,
es ist die freiheit,
die aus deiner ader pulsiert.
so auch du erzeugst wärme,
so auch ich spüre die bewegung deiner hand,
deiner wunderschönen hand,
der hand, wie ich nie eine sanftere gespürt habe,
nie ein schöneres gefühl erlebt habe,
deiner hand,
wie sich der kalte stahl sich in meine haut drückt,
wie er schneidet, reißt, mit der feinheit eines skalpells.
so spüre ich wie es warm wird,
an meinem hals,
sich das wasser vermischt mit dem warmen rot.
nun auch meine augen weit offen sind,
wir uns anschauen,
in die augen schauen,
in die tiefe der seelen,
uns küssen,
das blut sich mischt,
dein blut
mein blut
in unseren mündern die verbindung eingeht,
du trinkst,
ich trinke,
die zeit rinnt aus unseren adern,
es wird dunkel,
doch,
wir sind eins.
eins'sein