Musik

Langsam kehrt Stille ein,
in dem Saal,
indem ein Mädchen
auf einer Bühne steht.

Ihr Körper wird ruhig,
Ihre feinen Hände,
halten liebevoll
eine Geige.

Im Nichts,
hört man das einzige Geräusch.
Die Luft,
die vor Spannung knistert.

In diesem Moment
wird das Schweigen
selbst zur Musik.
Die Ruhe
singt ihr eigenes Lied.
Mit Melodien,
die niemand versteht,
und doch jeder hört.

Die tonlose Musik
wird intensiver.
Das Mädchen,
das ihren Klängen horcht,
hebt ihr Instrument.

Jetzt
steigert sich die lautlose Musik,
ihr Dröhnen wird drängender.
Sie brüllt,
strahlend,
in einem fühlbaren Fortissimo.
Quälend,
wartend auf den Moment der Erlösung.

Dann zerbricht alles.
Ein Ton singt.
Das Mädchen spielt.
Strahlend,
Schluchzend,
Seufzend.
Ein zweiter Ton.
Eine neue Atmosphäre.

In der Luft tanzen Elfen.
Sie bewegen sich,
schwimmen in den Klängen,
leiden mit der Musik.

Ihre Augen leuchten.
Ihre Flügel glitzern.
Feine Gestalten,
Frei,
lebend,
tanzend.

Noch immer die Musik.
Steigernd,
wachsend,
wütend.
Die Elfen ziehen mit.
Wirbeln,
versprühen Energie,
steigen in die Höhe.

Der Höhepunkt ist erreicht.
Die Elfen leuchten.
Ihre Körper wirbeln.
Der Moment versiegt.

Die Melodie wird ruhig.
die Elfen steigen herab.
ein Ton,
kaum hörbar,
beendet das Stück.

Die Ruhe kehrt zurück.
Sie singt ihr lautloses Abschiedslied.
Bewegunslose Elfen.
Unzählig.
Die Stille wird leiser.
Kurz flimmert noch die Luft.

Dann existiert der Zauber nicht mehr.





von Sarah Patrizia Heinz br>


von Sarah Patrizia Heinz